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09.08.2000 / Inland / Seite 0

Kleinstadt ohne Gedächtnis

Latenter Antisemitismus in einer westdeutschen Kleinstadt

Hubert Brieden

Nachrichten über Angriffe von Neonazis auf unerwünschte Menschen - seien es nun Immigranten, Behinderte, Obdachlose, Sinti, Juden, Punks, Linke oder andere - gehören inzwischen zur täglichen Zeitungslektüre. Diskriminierungen, Hetzjagden durch nächtliche Innenstädte, Mißhandlungen oder auch Morde von Rechtsradikalen besitzen derzeit in Deutschland Nachrichtenwert, sorgen für Schlagzeilen auf den Titelblättern. Bis vor vier Wochen war das Gegenteil der Fall, wenn überhaupt, wurde unter der Rubrik »kurz und knapp« darüber berichtet.

Zwischen 1990 und Januar 1996 starben mindestens 121 Menschen durch rechtsradikale Terrorakte. Synagogen und jüdische Kultureinrichtungen müssen mittlerweile rund um die Uhr bewacht werden, um Anschläge zu verhindern, jüdische Friedhöfe werden mehr oder weniger regelmäßig verwüstet.

Daß sich auch dort, wo in den letzten Jahren nichts Spektakuläres passiert ist, dumpfe Ressentiments breitmachen, zeigt das Beispiel Neustadt am Rüben...

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