30.04.2012 / Thema / Seite 10

Axel Cäsar Springer lebt

Am 2. Mai feiert er seinen hundertsten Geburtstag. Manche behaupten, er sei 1985 gestorben

Otto Köhler
»ICH bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe. Axel Springer.« Das meldet ein Grabstein in Berlin-Nikolassee. Doch das Grab darunter ist nachweislich leer. Denn der Herr ist wahrhaft auferstanden. Das bestätigt die einer frommen Erektion Kai Diekmanns entsprungene Volksbibel von Bild – dieses, wie er lobpreist »großartige Buch, dessen Texte aktuell für unser Leben sind«.

Es war eine bittere Prüfung für den jungen Axel Springer, damals im Januar 1958, als er zusammen mit seiner Frau Rosemarie (der Tochter des von ihm liebevoll unterstützten SS-Vernichtungsspezialisten Obergruppenführer Werner Lorenz) und mit dem Hitler-Schuhlöffel Hans Zehrer arglos nach Moskau flog, um den Russen die deutsche Wiedervereinigung anzubieten. So wie sie auch in dem von Zehrer verfaßten Parteiprogramm der NPD-Vorgängerin Deutsche Reichspartei (DRP) vorgeschrieben war.

Die Sterne standen gut: »Wir werden Redaktionen in ...



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