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25.04.2012 / Titel / Seite 1

D wie Dumpinglohn

Jörn Boewe
Der Geist versteckt sich, wo niemand ihn vermutet. Am Dienstag gab das Statistische Bundesamt in Wiesbaden die durchschnittlichen Arbeits- und Lohnnebenkosten im EU-Vergleich bekannt und erwies sich damit einmal mehr als eine der letzten Bastionen von Vernunft und Aufklärung in der verblödeten Berliner Republik. Wie die Zahlen der Statistiker zeigen, sind die Bruttostundenlöhne und ihre sogenannten Nebenkosten in Deutschland keineswegs außergewöhnlich hoch, wie das seit Jahren von neoliberalen Propagandisten behauptet wird.

Unternehmer in der deutschen Privatwirtschaft bezahlten den Angaben zufolge im Jahr 2011 durchschnittlich 30,10 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde. Damit lag die BRD auf Rang sieben der 27 EU-Mitgliedsstaaten. Deutsche Unternehmer sparten gegenüber ihren Kollegen im Nachbarland Frankreich zwölf Prozent je Arbeitsstunde. Spitzenreiter in der EU ist Belgien mit 39,30 Euro je geleisteter Stunde. Teurer war Lohnarbeit für Privatuntern...

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