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19.04.2012 / Thema / Seite 10

Menschenjagd als Massenspaß

Analyse. Zu den Hintergründen der Kampagne gegen den ugandischen Warlord Joseph Rao Kony

Knut Mellenthin
Am morgigen Freitag wird in den USA und vielen anderen Ländern, darunter auch in Deutschland, gegen den »schlimmsten Kriegsverbrecher der Welt« demonstriert. Das Böse schlechthin hat endlich wieder einen Namen. Daß der etwa 50jährige Joseph Rao Kony den Titel zu Recht trägt, kann jedoch ebenso angezweifelt werden wie die Verleihung des Friedensnobelpreises an US-Präsident Barack Obama. Der Chef der ugandischen Guerillaorganisation Lord’s Resistance Army (Widerstandsarmee Gottes) ist unter den Warlords des afrikanischen Kontinents ein vergleichsweise kleiner Fisch. Die Zahl der Kämpfer, die zur Zeit noch seinem Kommando folgen, wird auf wenige hundert geschätzt, einige sagen 200 bis 300, wahrscheinlich verteilt in Zehner- oder Zwanzigergruppen auf drei Länder: Zentralafrika, Kongo und Südsudan. In Uganda selbst ist die LRA nach schweren Verlusten offenbar nicht mehr präsent.

Initiatorin des weltweiten Aktionstages unter dem nicht eindeutig zu überse...

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