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18.04.2012 / Ausland / Seite 7

Roter April

In Brasilien nimmt Gewalt gegen Landlose und Farmarbeiter zu. MST antwortet mit Besetzungen und Aktionen für eine Agrarreform

Andreas Knobloch
Am vergangenen Wochenende ist in Brasilien der Landarbeiterführer Raimundo Alves Borges von Unbekannten ermordet worden. Nach einem Bericht der Pastoralkommission für Bodenfragen (CPT) geriet Borges, der gegen Grundstücksspekulation im nordöstlichen Bundesstaat Maranhão kämpfte, am Samstag nachmittag auf dem Nachhauseweg in einen Hinterhalt. Die Täter hatten Holzklötze auf die Straße geworfen, um das Auto des 56jährigen zu stoppen. Als Borges ausstieg, um die Hindernisse aus dem Weg zu räumen, gaben sie mehrere Schüsse auf ihn ab. Augenzeugen berichteten von zwei Männern, die in hoher Geschwindigkeit auf einem Motorrad davonfuhren. Beide hätten Westen und Helme getragen, was nach Angaben der Polizei in der ländlichen Region sehr ungewöhnlich ist.

Familienangehörige erklärten, daß der Landarbeiterführer in den vergangenen Monaten immer wieder Drohungen erhalten habe, ohne daß die Polizei habe ermitteln können, wer hinter den Einschüchterungsversuchen stec...

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