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13.04.2012 / Ausland / Seite 7

»Journalistischer Selbstmord«

Reporter protestieren gegen Syrien-Berichterstattung von Al-Dschasira

Gerrit Hoekman
In Syrien wird nicht nur mit Waffen gekämpft, sondern auch mit Bildern und Worten. Die Propagandamaschine läuft auf beiden Seiten auf Hochtouren. Während die Regierung von Staatschef Baschar Al-Assad mit den Staatsmedien in die Schlacht zieht, nutzen die Rebellen vor allem den Fernsehsender Al-Dschasira, der via Satellit von Katar aus beinahe überall in Arabien empfangen werden kann. Die 1996 gegründete Anstalt wurde wegen ihrer Berichterstattung über den Irak-Krieg oder die Revolten in Tunesien und Ägypten als »arabisches CNN« und als Prototyp eines unabhängigen Journalismus gefeiert. Doch der glänzende Lack bekommt allmählich dicke Kratzer.

Der Libanese Ali Hashem hat bis vor kurzem als Kriegsreporter für Al-Dschasira gearbeitet und vom Libanon aus über den bewaffneten Aufstand im Nachbarland berichtet. Nun erhebt er schwere Vorwürfe gegen den Kanal. Mitte März kündigte er seinen Job, weil er die einseitige Berichterstattung zugunsten der Rebellen nich...

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