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29.03.2012 / Inland / Seite 4

Hoffnung im Jalloh-Prozeß

Unerwartete Wende: Brandsachverständiger sieht durch neues Gutachten Aufklärungschancen im Fall des in einer Polizeizelle verbrannten Flüchtlings. Richterin lenkt ein

Susan Bonath
Nebenklagevertreter sprachen am Dienstag abend von einer »unerwarteten Wende im Verfahren«. Hoffnung hat ihnen der zuvor vor dem Magdeburger Landgericht befragte Brandsachverständige Henry Portz aus Fellbach-Oeffingen gemacht. Er sagte, durch weitere Experimente seien einige der bislang ungeklärten Fragen zur Entstehung und Entwicklung des Brandes zu beantworten. Dies würde aber zwischen einem halben und einem Jahr dauern. Bei dem Feuer kam der Asylbewerber Oury Jalloh vor mehr als sieben Jahren in einer Dessauer Polizeizelle ums Leben. Angeklagt ist der Polizeibeamte Andreas Schubert wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Schon im vergangenen Jahr beantragten die Anwälte der Nebenklage, die Jallohs Familie vertreten, ein neues Gutachten. Richterin Claudia Methling hatte dies bislang abgelehnt. Daraus seien keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, hieß es noch Anfang März. Die Staatsanwaltschaft sah das genauso, stimmte aber einer vor rund drei Wochen von M...

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