24.03.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Fette Jahre sind vorbei

Zuviel Geld in der Welt: »Monetärer Tsunami« kühlt Brasiliens Konjunktur empfindlich ab. OECD prognostiziert anhaltende Flaute für die Wirtschaft des Landes

Peter Steiniger
Dilma Rousseff ist sauer. Brasiliens Präsidentin verstimmt die gewaltige Geldexpansion, mit welcher die entwickelten Länder, insbesondere die Euro-Zone und die USA, die Finanzmärkte eindecken. Die Industrienationen hätten einen »Währungskrieg« entfesselt. Allein die Europäische Zentralbank, EZB, hat in den letzten Monaten rund eine Billion Euro zu Niedrigzinsen von 1,0 Prozent als billiges Geld an die Banken ausgereicht. Bei einem Zusammentreffen mit der Vertreterin der Deutschland AG, Bundeskanzlerin Angela Merkel, auf der Computermesse Cebit Anfang März, prangerte Rousseff die politisch motivierte Flutung der Märkte als »monetären Tsunami« an, der auf die Wettbewerbsfähigkeit von Schwellenländern wie Brasilien schlage.

Diese Finanzschwemme, vulgo Inflation, mit der die Staatsschuldenkrise in Europa gedämpft und ein Auseinanderfallen der Euro-Währungsunion aufgeschoben werden soll, schlägt sich in den Wechselkursen nieder. Die faktische Abwertung von US...

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