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22.03.2012 / Ausland / Seite 8

»Das Familienoberhaupt muß die Initiative ergreifen«

Namibische Politiker fordern für deutsche Kolonialverbrechen Entschuldigung von höchster Stelle. Ein Gespräch mit Ignatius Shixwameni

Rolf-Henning Hintze
Ignatius ­Shixwameni ist Abgeordneter der namibischen Oppositionspartei APP. Mit einer Parlamentsdelegation traf er am 7. März in Berlin Vertreter der Links­fraktion, über deren Antrag auf Anerkennung und Wiedergutmachung der Kolonialverbrechen im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika heute im ­Bundestag abgestimmt wird

Ihre Partei war 2006 noch nicht im Parlament vertreten, als die Resolution verabschiedet wurde, die von der Bundesprepublik eine Entschuldigung für den Völkermord an den Herero 1904 und Wiedergutmachung fordert. Unterstützen Sie die Resolution?

Die Position unserer Partei ist eindeutig, wir unterstützen die Forderungen der Herero, Nama und San nach Wiedergutmachung voll. Die deutsche Regierung muß sich auf höchster Ebene beim namibischen Volk und den betroffenen Volksgruppen entschuldigen. Entweder der Bundespräsident oder die Bundeskanzlerin sollten dies schriftlich tun und eingestehen, daß das, was damals geschah, Völkermord war.

Die damalige...


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