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21.03.2012 / Ausland / Seite 6

Auf eigenen Beinen

Boliviens aktive Wirtschaftspolitik provoziert Widerstand. Unternehmervertreter fordern mehr Subventionen für den Privatsektor

Benjamin Beutler
Für Boliviens Wirtschaftsminister Luis Arce ist alles klar. Der Markt habe wiederholt gezeigt, daß er Probleme in Gesellschaft und Wirtschaft nicht lösen kann, sagte der Ökonom am Wochenende in einem Radiointerview. Eine »Rückkehr zum Neoliberalismus« werde es daher mit der von Präsident Evo Morales geführten Regierung auf keinen Fall geben, stellte Arce in Richtung Opposition klar. Diese stemmt sich momentan mit viel Gezeter und einer Flut von Expertisen marktradikaler Wissenschaftler vehement gegen die von der Regierung angeschobene Abkehr des auf Rohstoff-Verkauf getrimmten Exportmodells im Andenland.

Die Wirtschaft des zehn-Milllionen-Einwohnerstaates brummt wie nie. Rekordsteuereinnahmen aus der boomenden Gas- und Bergbaubranche und ein vor Kraft strotzender Binnenmarkt lassen die Staatskassen klingeln. Trotz erhöhter Ausgaben für Sozialprogramme wird Morales’ Haushaltspolitik mittlerweile sogar vom Internationalen Währungsfonds ein verantwort...

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