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21.03.2012 / Feuilleton / Seite 13

Alle gegen alle

Geld als Gift: »Viva Riva«, ein Gangsterfilm aus der DR Kongo

Peer Schmitt
Von der Stadt Kinshasa hat mir mal jemand, der da schon war, gesagt, sie sehe aus wie bestimmte Vororte von Paris ... allerdings nach einem Atomschlag. »Viva Riva« von Djo Tunda wa Munga, ein Gangsterfilm aus der Demokratischen Republik Kongo kann einem nun eine Ahnung davon geben, wie es sein mag, dort zu leben. Selbstverständlich comichaft überhöht. Gewaltdarstellung und Obszönität sind dabei noch eine Spur krasser als in den US-amerikanischen und französischen Genrevorbildern. Der Film zielt auf Exzeß, kommt aber immer wieder auf Momente politischer Kritik zurück. Eine heikle Balance. Einerseits soll der Film ganz offensichtlich den nihilistischen Krawallspaß machen, den das Genre vorschreibt, das große Abräumen. Andererseits ist die Gewalt eine Spur zu sadistisch und selbstverständlich und das Sexuelle eine Spur zu pornographisch, um nicht grotesk zitathaft zu erscheinen, als Spur einer Kritik an sich selbst.

Ein Nachwuchsgangster – Riva (Patsh...

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