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19.03.2012 / Feuilleton / Seite 12

Aparte Finsternis

Im Theater Dortmund läßt Bulgakows »Meister und Margarita« die Bühne beben

Jamal Tuschik
Mit seinen vier Buchstaben steht Gott groß über allem – auch über zwei Sitzgruppen und einer post-kommunistischen Verbrecherbar. Von einer Kanzel verkündet Nick Cave in Gestalt von Paul Wallfisch Glaubensbekenntnisse des Burlesque Rock, optisch very velvet undergroundig, mit seiner Band Botanica. In der Regie von Kay Voges kommt Michail Bulgakows »Meister und Margarita« ballroom-blitzartig auf die Dortmunder Bühne. Einige Kulisseneinfälle erinnern an Endzeitstimmungen der 1960er Jahre mit Che Guevara als eine Art Jesus Christ Superstar. Andere sorgen für Assoziationen im Spektrum zwischen Peepshow, Putin, Paolo Pasolini und Dita von Teese. Der Bühnenaufbau dreht sich wie ein Karussell der Un-Möglichkeiten in einer weitgefaßten Gegenwart.

Bulgakow hat bis kurz vor seinem Tod 1940 in Moskau an seinem Roman »Meister und Margarita« gearbeitet, erscheinen konnte er erstmals 1966/67, in einer für eine sowjetische Literaturzeitschrift gekürzten Fassung.

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