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17.03.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

»Wir fordern, die Prioritäten zu ändern«

Menschenrechtsverein IHD wirft Bundesregierung interessengeleitetes Verhältnis zu Ankara vor. Ein Gespräch mit Sevim Salihoglu

Gitta Düperthal
Sevim Salihoglu ist seit zehn Jahren Mitarbeiterin des türkischen Menschenrechtsvereins (IHD) und zur Zeit stellvertretende Vorsitzende in Ankara. Sie ist Wirtschafts- und Staatswissenschaftlerin

Anläßlich des internationalen Tages der politischen Gefangenen referieren Sie am Wochenende in Hamburg und Berlin über die politische Lage in der Türkei. Das Motto der Kampagne lautet »Demokratie hinter Gittern«– warum?

Nach Zahlen des Justizministeriums befinden sich 131000 Menschen im Gefängnis. Nach unserem aktuellen, in der Türkei bisher unveröffentlichten Bericht des Menschenrechtsvereins IHD, der mehr als 1000 Seiten umfaßt, gab es allein im vergangenen Jahr 36 Todesfälle in der Haft. Einige starben aufgrund von Krankheit, von anderen wurde behauptet, sie hätten Suizid begangen. 698 wurden gegen ihren Willen in ein anderes Gefängnis verlegt; im September vergangenen Jahres verbrannten fünf Menschen bei einem solchen Transport – die zuständigen W...

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