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17.03.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Internationale Solidarität

Am 18. März wird der »Tag der politischen Gefangenen« begangen

Thomas Eipeldauer
Am 18. März 1871 bewaffnete sich die revolutionäre Bevölkerung von Paris und rief in der von preußischen Truppen belagerten französischen Hauptstadt die Kommune aus. Der Aufbruch im Zeichen von Selbstbestimmung und Gleichheit währte 72 Tage, dann bereitete ihm die Versailler Regierung unter Adolphe Thiers, nicht ohne Wohlwollen Bismarcks, ein blutiges Ende: 30000 Menschen wurden ermordet, 40000 eingesperrt, zu Zwangsarbeit verurteilt oder ausgewiesen. Mehr als fünf Jahrzehnte später, am 12. Januar 1923, erklärte die Internationale Rote Hilfe (IRH) den 18. März mit Blick auf diese Ereignisse zum weltweiten »Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen«.

Datum und Thema verorteten den Gedenktag von Anfang an im Spannungsfeld zwischen der Hoffnung auf eine bessere, sozialistische Zukunft und dem Gedenken an die im Kampf darum Eingekerkerten und Ermordeten: »Aber nicht nur ein Tag großer und gewaltiger Klassenkämpfe ist der 18. März, sondern ebensosehr ein T...

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