17.03.2012 / Inland / Seite 5

Gebaut wird vorerst nicht

Berlins SPD/CDU-Senat tritt auf die Bremse: Bis Mitte 2013 tut sich im preisgünstigen Wohnungsneubau gar nichts

Christian Linde
»Bauen, bauen, bauen«, lautet der Schlachtruf, der vom neuen SPD/CDU-Senat seit dem Abschluß der Koalitionsvereinbarung vor vier Monaten zu hören ist. Denn zum Scherbenhaufen, den die SPD-Linke-Koalition am Ende ihrer zehn Jahre andauernden Regierungszeit hinterlassen hat, gehört eine handfeste Versorgungslücke im Bereich preisgünstiger Wohnungen. Zudem sind die Mieten sowohl im Bestand als auch bei Neuvermietungen in der zurückliegenden Dekade kontinuierlich angestiegen. Gleichzeitig liegt der Wohnungsneubau seit Mitte der 1990er Jahre nahezu brach. Mit der Behauptung, die Stadt verfüge über einen entspannten Wohnungsmarkt und dem ersatzlosen Ausstieg aus dem sozialen Wohnungsbau ist die Errichtung neuer Bauten praktisch privaten Investoren überlassen worden. Die Folge war, daß fast ausschließlich renditeversprechende Luxusobjekte entstanden sind. Die Veräußerung großer Teile der städtischen Bestände und die Konzentration der landeseigenen Wohnungsbauges...

Artikel-Länge: 4151 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe