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17.03.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Warum die Industriebosse den Finanzspekulanten nicht böse sind

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Es gab eine Zeit, da war Regulierung das Gebot der Stunde. Es muß wohl 2008 oder 2009 gewesen sein. Parteiübergreifend wurde laut und vernehmlich die Forderung erhoben, die Banker müßten an die Kette gelegt werden. Sie dürften nicht wie bisher mit riesigen Summen hohes Risiko fahren; solange es gut geht, satte Gewinne einstreichen und diese an sich selbst als Gehalt plus Bonus ausschütten. Sie sollten an der wüsten Spekulation gehindert werden, damit nicht wieder eine Finanzkrise mit anschließendem Wirtschaftseinbruch über uns alle, Gerechte und Ungerechte, Arme und Reiche, Lohnarbeiter und Kapitalisten komme. Die Regierung versprach dem Fußvolk, die Banken genau zu regulieren. In einem Anfall von Konsequenz ging sie so weit, der mit 18 Milliarden Euro Staatsknete gestützten Commerzbank zu untersagen, Jahresgehälter von mehr als einer halben Million Euro zu zahlen.

Das saß. Sonst allerdings ist nichts geschehen. Eigentlich son...

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