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17.03.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Athen wird abgehängt

In der Euro-Zone werden Spekulanten mit Milliarden aufgepäppelt und Staaten finanziell ­stranguliert. Rezession drückt Griechenland auf Drittweltniveau

Tomasz Konicz
An den Aktienmärkten herrscht Boomzeit. »Krise? War da was«, fragt die Financial Times Deutschland (FTD) zu Beginn eines Berichtes darüber. Während die Euro-Zone in die Rezession übergeht, feiert der Deutsche Aktienindex (DAX) ein regelrechtes Kursfeuerwerk. Dabei ist diese Aktienrallye gerade auf die Krisenmaßnahmen zurückzuführen, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Stabilisierung eingeleitet wurden.

Die EZB hat seit Dezember 2011 rund eine Billion Euro in den europäischen Finanzsektor gepumpt. Das Kalkül: Die Banken erhalten unbegrenzte Kredite zu einem Prozent für drei Jahre, mit denen höher verzinste Staatspapiere der Euro-Länder gekauft werden sollen. Die Zinsdifferenz können sie als Profit einkassieren. Teilweise funktioniert das sogar, wie die jüngste Emission von spanischen Staatsanleihen verdeutlichte, deren Verzinsung auf inzwischen nur noch 2,4 bis 3,3 Prozent sank.

Zugleich fließt dieser zu Traumkonditionen verteilte Geldstrom ni...



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