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17.03.2012 / Feuilleton / Seite 12

Einfach da: Würde

Die ihr wesenseigentlich mögliche Schönheit und Größe der Welt im Prisma eines Solokonzertes von Randy Newman

Wiglaf Droste
Wenige Tage, bevor in Deutschland die Farce einer Präsidentenwahl stattfindet, gegen die einzuschreiten das Kartellamt Grund hätte, trat in Berlin und Hamburg ein Mann auf, der »Political Science« auf eine Weise betreibt, wie das Gros der Deutschen politische Wissenschaft niemals auffassen, begreifen oder betreiben wird: präzise, charmant, intelligent, humorvoll und präsent, und das alles ganz frei, also frei vor allem auch von jedweder Penetranz.

Monatelang hatte man ein restlos würdefernes Gekeife über eine halluzinierte »Würde« von Amts- und Schlipsträgern erdulden müssen, und dann war die Würde ganz einfach da. Sie heißt Randy Newman, betritt die Bühne, grüßt dezent ins Publikum und gibt ein Solokonzert am Flügel. Randy Newman beherrscht die schönen Künste der Zurückhaltung; in seinem Spiel, seinen Kompositionen, seinen Texten und seinem Gesang bildet er den Kosmos ab, ohne sich selbst darzustellen; er ist ein Meister darin, die Welt en detail zu bes...

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