Gegründet 1947 Mittwoch, 23. Oktober 2019, Nr. 246
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
17.03.2012 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Der Esel, die Masse und die Messe

Milena Oda
Nein, ich bin kein Esel, obwohl sie aus mir einen machen möchten. Aber ich bin nicht bereit, mich als ein Esel zu buckeln, jedenfalls noch nicht. Vielleicht, wenn ich älter und vernünftiger bin! Oder berühmt! Oder es kann auch so laufen: Eines Tages erscheint vor Ihnen, direkt vor Ihrer Institution, ein Esel (der Esel weiß schon, bei welcher Institution er erscheinen soll: bei einer, die wichtig ist, die dafür sorgt, daß ein heißer Bestseller-Kandidat als Bestseller berühmt wird).

Also, dort erscheint ein geschundener, ganz verwahrloster Esel und sagt: »Das bin ich, ich M.O. Herr XY, Sie haben mich ein Leben lang zu keiner Buchmesse eingeladen! Was habe ich Ihnen Böses angetan, daß Sie mich lebenslang ignorieren?« »Böses« oder »Schlimmes« sind vielleicht falsche oder zu starke Wörter, denn die Direktoren sind doch keine bösen Menschen, die der Autorin oder dem Autor (vor allem dem Kandidaten für den Bestseller) Böses wollen, im Gegenteil, sie wollen nur ...

Artikel-Länge: 13943 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €