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15.03.2012 / Inland / Seite 4

Trojaner im Angebot

Austausch zwischen deutschen und ausländischen Behörden über Spionagesoftware umfangreicher als bisher bekannt. Informationen wurden über Jahre zurückgehalten

Matthias Monroy
Die Zusammenarbeit des Bundeskriminalamts (BKA) mit ausländischen Behörden beim Einsatz von Überwachungssoftware, sogenannten Trojanern, ist sehr viel umfangreicher als bisher bekannt. Das hat die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten der Linkspartei Andrej Hunko ergeben. Demnach hat sich das BKA unter anderem mit entsprechenden Abteilungen in Großbritannien, den USA, Kanada, Österreich, Luxemburg und Liechtenstein getroffen. Vor sechs Wochen besuchten die digitalen Ermittler die israelische Polizei.

Trotz Nachfrage nach allen »bi- oder multilateralen Treffen« zu staatlichen Trojanern hatte die Bundesregierung die Netzwerke bislang geheimgehalten. Im Oktober gab sie auf eine Anfrage lediglich bekannt, daß sich das BKA mit der Schweiz, den Niederlanden und Belgien in einer informellen Arbeitsgruppe organisiert habe. Dieser »Trojaner-Stammtisch« firmierte ab Juli 2008 zunächst als »DigiTask User Group«, benannt nach dem he...

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