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15.03.2012 / Inland / Seite 5

Braune Brüder

NPD-Vize räumt Kontakte zu späteren NSU-Terroristen ein. Neues Verbotsverfahren der neofaschistischen Partei rückt näher

Sebastian Carlens
Man kannte sich, man half sich: Der stellvertretende Bundesvorsitzende der NPD Frank Schwerdt hat in einem am Montag abend ausgestrahlten Interview mit den ARD-Tagesthemen eingeräumt, jahrelang Kontakte zu späteren Mitgliedern und Helfern der neofaschistischen Terrorzelle »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) gehalten zu haben. Uwe Mundlos, einer der mutmaßlichen NSU-Terroristen, soll gar als Fahrer für den NPD-Vize fungiert haben – vor dem Gang der NSU-Leute in den Untergrund. Auch mit Beate Zschäpe, die derzeit in Untersuchungshaft sitzt und der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verdächtigt wird, soll er bekannt gewesen sein: Auf einem der ARD vorliegenden Foto sind Zschäpe und Schwerdt bei einer Demonstration am 17. Januar 1998 in Erfurt zu sehen. Nur wenige Tage später ging sie gemeinsam mit Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in den Untergrund.

Damit erschöpften sich die Kontakte Schwerdts zum späteren NSU nicht. Rund drei Woc...

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