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15.03.2012 / Inland / Seite 8

»Wir werden weiter für solche Aktionen mobilisieren«

Nach anderthalb Jahren geht die Staatsanwaltschaft Lüneburg jetzt gegen einen der Aufrufer zum »Schottern« vor. Gespräch mit Hermann Theisen

Gitta Düperthal
Hermann Theisen ist seit 25 Jahren in der Antiatombewegung aktiv.

Zum Atommülltransport im November 2010 nach Gorleben hatten 1 040 Aktivisten und Organisationen dazu aufgerufen, den Schotter aus dem Gleisbett der Eisenbahnstrecke zu entfernen.Wieso schickt ausgerechnet Ihnen die Staatsanwaltschaft Lüneburg einen Strafbefehl über 15 Tagessätze zu? Die anderen blieben unseres Wissens bislang weitgehend unbehelligt.

Es ist offenbar schwierig, den anderen nachzuweisen, daß sie den Aufruf tatsächlich unterschrieben haben. Ich komme aus der Friedensbewegung der 80er Jahre; uns war immer wichtig, offen mit solchen Vorwürfen umzugehen. Deshalb habe ich erklärt, daß ich tatsächlich unterschrieben habe. Und ich habe es auch begründet.

Wie sind die Behörden vorgegangen?

Zunächst hatte die Polizei allen Unterzeichnern des Aufrufs »Castor schottern!« einen Anhörungsbogen geschickt – worauf die meisten nicht reagierten. Etwa 100 Leute haben ihre Unterschrift bes...

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