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15.03.2012 / Feuilleton / Seite 12

Film ohne Gipfel

Leider nicht so: Der Film »Schnee am Kilimandscharo«

Rafik Will
In Frankreich ist er ein bekannter Regisseur und Produzent. In deutschen Kinos hingegen ist Robert Guédiguians Name nur selten einmal im Abspann zu sehen. 2005 war er mit dem unprofessionell distanzlosen »Le Promeneur du Champ de Mars« über Francois Mitterands Prostatakrebs auf der Berlinale vertreten. In den Achtzigern war er wegen des Bruchs der französischen KP mit Mitterand aus der Partei ausgetreten. »Marius und Jeanette« (1997) ist sein einziger in deutscher Synchronfassung vorliegender Film; die unkonventionelle Liebesgeschichte aus dem Marseiller Hafenviertel L’Estaque konnte seinerzeit einige Preise abräumen, darunter den Lumière-Preis (1998).

Auch Guédiguians neuester Film, der 2011 in Cannes Premiere hatte, »Der Schnee am Kilimandscharo«, spielt in der südfranzösischen Hafenstadt, dem Geburtsort des Wahlparisers. Dort gibt es ein starkes rechtes Milieu, geprägt nicht nur durch die »Pieds noir« (»Schwarzfüße«, Franzosen, die nach der Unab...

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