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10.03.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Alibi »Monsterwelle«

Unfallanalyse widerlegt Legenden über die Atomkatastrophe von Fukushima

Claudia Wangerin
Vor einem Jahr ereignete sich an der Ostküste Japans das Erdbeben, in dessen Folge das Atomkraftwerk Fukushima Dai-ichi havarierte. Das Epizentrum lag im Meer; um die dadurch entstandene Tsunami-Welle ranken sich Legenden. Für die Atomkraftlobby wäre es günstig, wenn erst durch eine Überschwemmung die verhängnisvollen Schäden an der Anlage entstanden wären. Dies würde zwar die Betreibergesellschaft TEPCO nicht entlasten, allerdings wäre die Katastrophe dann nicht zwangsläufig ein Argument gegen Kernkraftwerke, die weit genug vom Meer entfernt liegen.

So verwundert es nicht, wenn Atomkraftbefürworter den Tsunami verantwortlich machen. Erst die Wassermassen hätten das AKW Fukushima so schwer beschädigt, daß es zu dem Unglück kam, erklärte zum Beispiel der Generalsekretär der World Nuclear Association, John Ritch.

Eine Unfallanalyse der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) kam dagegen zu dem Ergebnis, daß die Reaktorkatastrophe a...



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