10.03.2012 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Erwünscht ist mehr Effektivität der Gesinnungskontrolleure«

Gespräch mit Freerk Huisken. Über mordende Neonazis, demokratischen Volksnationalismus sowie die Haltung von Politik und Antifagruppen zu beidem

Markus Bernhardt
Freerk Huisken (geb. 1941) ist Publizist und emeritierter Professor für Politische Ökonomie des Ausbildungssektors im Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Bremen.

Über einen Zeitraum von mehr als 13 Jahren hinweg sollen Mitglieder des neofaschistischen Terrornetzwerkes »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) mordend durch die Republik gezogen sein, ohne daß die Inlandsgeheimdienste, die unter dem Label Verfassungsschutz agieren, und die Polizei davon gewußt haben sollen. So zumindest lautet der offizielle Sprech der etablierten Politik und der Behörden selbst. Für wie realistisch halten Sie eine derartige Darstellung?

Es interessiert mich nicht, ob staatliche Behörden, deren Zwecke ich nicht nur nicht teile, sondern kritisiere, Fehler gemacht oder versagt haben. Wieso sollte ich mich da einmischen? Allerdings muß man das Urteil über das Versagen der Verfassungsschutzorgane schon etwas in Zweifel ziehen. Daß sich der NSU in den Untergrun...

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