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24.02.2012 / Feuilleton / Seite 12

Shakespeare des Balletts

Ehrentitel prasseln herab: John Neumeier zum 70. Geburtstag

Gisela Sonnenburg
Hamburg sollte ihm ein Denkmal bauen. Eine riesige gläserne Statue in der Alster. Da könnte das Regenbogenlicht drauf spielen, während Wellen das Gebilde sanft umsäuseln. In der Nähe, in der Hamburgischen Staatsoper, feiert der Choreograph John Neumeier derweil schönste Triumphe (von Tourneen nach China und Frankreich abgesehen): Das Publikum vergöttert ihn, man spricht vom »Neumeier-Sucht-Faktor«. Steht er selbst auf der Bühne, um seine ballettöse Kunst zu erklären – so bei »Ballett-Werkstätten« – riskieren manche sogar Schwächeanfälle. Und das abendfüllende Handlungsballett beherrscht Neumeier wie zuvor nur Marius Petipa, vor eineinhalb Jahrhunderten. Aber auch knackige Minidramen, groteske Tragödien, absurde Komödien hat der Mann aus Milwaukee, USA, spielerisch streng und doch ziseliert, auf der Palette. Ein Shakespeare des Balletts.

Sein vielleicht kostbarstes »Ich kann«: Männer-Pas-de-deux. Während delikate Frau-Mann-Kreuzungen im Ballet...

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