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23.02.2012 / Ausland / Seite 2

»Irgendwann reicht die Kraft nicht mehr«

In Griechenland kommen viele nicht mehr ohne Hilfe von Verwandten und Freunden über die Runden. Ein Gespräch mit Katerina Nika

Heike Schrader, Athen
Katerina Nika aus Athen ist 42 Jahre alt und alleinerziehende Mutter eines siebenjährigen Sohnes

In Griechenland wird gespart, bis es knirscht - wie hat die Krise Sie persönlich getroffen?

In meinem Ausbildungsberuf als biomedizinische Helferin habe ich nie Arbeit gefunden. Die letzten drei Jahre war ich im Lager einer kleinen Bekleidungsfirma - für etwa 725 Euro netto im Monat. Meine zwölfjährige Berufserfahrung aus meiner vorherigen Arbeit bei einer branchenfremden Firma galt nicht, deswegen mußte ich wieder mit dem Mindestlohn anfangen. Lohnminderungen hat es bei der Firma zwar nicht gegeben, wohl aber Entlassungen. Mit 2000 Euro Abfindung, das ist gesetzlich vorgeschrieben, wurde ich um Weihnachten herum auf die Straße gesetzt.

Was haben Sie daraufhin gemacht?

Ich habe sofort einen Antrag auf Arbeitslosengeld gestellt, bis heute aber noch keinen Cent gesehen. Wenn gezahlt wird, gilt auch für mich die Absenkung des Arbeitslosengeldes von 461 auf 323 Eu...

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