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23.02.2012 / Feuilleton / Seite 13

Die Überflüssigen

Ein Stoppzeichen setzen: Seit der »deutschen Einheit« ist ein Viertel der deutschen Kulturorchester verschwunden

Sigurd Schulze
Es ist zum Alltag geworden: Nachrichten über Einsparungen bei Theatern, Opernhäusern, Orchestern, Ballettensembles und Bibliotheken. Stellen werden gestrichen, Theater und Orchester »fusioniert«, feste Häuser werden geschlossen. Alle zwei Jahre erstellt die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) eine Übersicht über die deutschen Kulturorchester (Sinfonie-, Opern-, Rundfunk- und Kammerorchester). Es ist eine Schreckensbilanz: Zwischen 1992 und 2012 ist die Zahl der Orchester von 168 auf 132 geschrumpft, das sind 21,5 Prozent. Nicht anders steht es bei den festangestellten Orchestermusikern. Deren Zahl sank von 12159 auf 9844 (19 Prozent). Die vor einigen Jahren beschworene magische Grenze von 10000 Stellen ist bereits 2010 unterschritten worden. Besonders kraß ist der Schwund bei den Orchestern in Ostdeutschland: 1992 gab es 72 Orchester mit 5032 Musikern. Davon blieben 42 Orchester mit 3230 Stellen übrig. Abgewickelt wurden 1802 Musiker (35,8 Prozent). Das i...

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