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10.02.2012 / Feminismus / Seite 15

Ein Plädoyer für die Solidarität

Literaturagentin, Jüdin, Kommunistin: Die Memoiren von Ruth Liepman sind neu aufgelegt worden

Doris Hermanns
Mit 83 Jahren entschloß sich die Grande Dame des Literaturbetriebs, Ruth Liepman (1909–2001), ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Aus zahlreichen Gesprächen mit Helge Machow ist ein beeindruckendes Buch entstanden, das jetzt als Neuauflage ihrer ursprünglich 1993 erschienenen Erinnerungen erschienen ist.

Ruth Lilienstein wuchs als Tochter einer jüdischen Arztfamilie in Hamburg auf. Mit 19 schloß sie sich der Kommunistischen Partei an und begann Jura zu studieren. Sie wollte eigentlich Jugendrichterin werden, aber nach der Machtergreifung der Nazis 1933 war sie eine der ersten, die als Kommunistin ein Berufsverbot erhielt. Als die Hamburger Staatsanwaltschaft gegen sie im Oktober 1934 einen Haftbefehl wegen Vorbereitung zum Hochverrat erließ, flüchtete sie in die Niederlande. Ausführlich und lebendig erzählt Liepman von ihrer Zeit in der Emigration, im Widerstand und über ihr Verhältnis zu den Kommunisten.

Bereits vor der Besetzung der Niederland...



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