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10.02.2012 / Feuilleton / Seite 13

Achtung! Bunt!

Berlinale: Die DDR und darüber hinaus - zwei Tiptop-Filme

Grit Lemke
So richtig Ärger macht die DDR ja erst, seit es sie nicht mehr gibt und sie als medialer Grusel durch Fernsehkanäle und Berlinale geistert. Was selten gut geht, und wenn doch – wie im vorliegenden Fall – beeilen sich die Beteiligten zu betonen, daß die DDR eben doch »bunt« gewesen sei, bewerben also Tiptop-Filme mit vorauseilendem Mainstream-Gehorsam. Aha, die DDR war also bunt. – Ja, was denn sonst, ihr Pappnasen? Daß es irgendwo, wo Menschen leben, lieben, leiden und lachen, Grau in Grau zugehen könnte, glauben doch nur Guido Knopp, Hubertus Knabe und vielleicht noch Dieter Kosslick.

Zumindest dem könnte geholfen werden, indem er ins Kino geht und sich beispielsweise »Unter Männern. Schwul in der DDR« von Markus Stein und Ringo Rösener ansieht. Obgleich der unsexy-dröge Titel am ehesten auf ein MDR-Publikum (der als Sender beteiligt war) oder Schwule, also zusammengenommen Schwule über 70, zu zielen scheint. Wer diese Hürde tapfer übe...

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