10.02.2012 / Ausland / Seite 6

Auf dem Weg nach Lima

Peru: Nach zehn Tagen »Marsch für das Wasser« nähern sich Tausende der Hauptstadt

Anne Grit Bernhardt, Cajamarca
In der nordperuanischen Küstenstadt Casma ertönte am Mittwoch lautstark der Slogan »Wasser statt Gold!«. Es ist der achte Tag des Protestmarsches gegen das gigantische Gold- und Kupferminenprojekt »Minas Conga«, das die Lebensgrundlagen Tausender Menschen in Cajamarca im peruanischen Andenhochland bedroht. Tausende Demonstranten hatten sich dort am 1. Februar teils zu Fuß, teils auf Lastwagen mit Megaphonen und Plakaten auf den Weg gemacht.

Perus Präsident Ollanta Humala will trotzdem weiter nicht auf die Forderungen der Umweltschützer eingehen. »Minas Conga« sei beschlossene Sache, und gesetzlich könne man das Projekt nicht mehr stoppen, erklärte er mehrfach. Dem widerspricht der Vizepräsident von Cajamarcas Regionalregierung, César Aliaga: »Das ist keine unveränderliche Sache. Unser Rechtssystem läßt zu, daß Projekte neu diskutiert und ausgewertet werden, wenn sie auf ungerechte Weise zustande kamen.« Die Lokalverwaltung liegt mit der Zentralmacht...

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