Gegründet 1947 Mittwoch, 16. Oktober 2019, Nr. 240
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
06.02.2012 / Inland / Seite 4

Eichmann-Akten zurückgehalten

Bundesverwaltungsgericht wirft dem Bundesnachrichtendienst rechtswidriges Verhalten vor

Das Kanzleramt und der Bundesnachrichtendienst (BND) verweigern nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts zu Unrecht die Freigabe von Unterlagen zu Adolf Eichmann. Das berichtete der Spiegel am Sonntag. Die Akte des Cheflogistikers des Massenmord an den Juden umfaßt demnach Tausende Seiten; Teile davon will der dem Kanzleramt unterstellte Geheimdienst nur geschwärzt herausgeben. Nach einem Beschluß des Bundesverwaltungsgerichts sei dies in den meisten Fällen rechtswidrig, meldete das Magazin.

Eichmann war 1961 in Israel vor Gericht gestellt, ausgiebig verhört und später hingerichtet worden. Rechtsanwalt Reiner Geulen, der im Auftrag der deutschen Journalistin Gaby Weber auf Aktenfreigabe geklagt hatte, sagte dazu laut dapd: »Sogar die bereits veröffentlichten Verhörprotokolle hält der BND geheim.«

Die in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires lebende Korrespondentin hatte in umfangreicher Recherche herausgefunden, daß die vom israelischen Geheimd...

Artikel-Länge: 3857 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €