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06.02.2012 / Ansichten / Seite 8

Die Selbstgerechten

Jagdgemeinschaft bläst ins Kriegshorn

Werner Pirker
Die sich um Westmächte und arabische Reaktion sammelnde internationale Jagdgemeinschaft ist in ihrem Bestreben, im UN-Sicherheitsrat eine auf die Erzwingung eines Regimewechsels in Syrien hinauslaufende Resolution durchzusetzen, vorerst am Veto Rußlands und Chinas gescheitert. Das hat grobe Schimpfkanonaden an deren Adresse ausgelöst. Ausgerechnet die USA, Weltrekordhalter in der Ausübung des Vetorechtes zugunsten Israels, beschweren sich bitterlich über die »Geiselhaft«, in der, wie sich die amerikanische UNO-Botschafterin Susan Rice auszudrücken beliebte, der Sicherheitsrat von »zwei Ländern, die nur an ihre eigenen Interessen denken« gehalten werde. Der Selbstgerechtigkeit der mächtigsten und asozialsten aller Vetomächte sind offenbar keine Grenzen gesetzt.

Daß die von Moskau und Peking geäußerten Vorbehalte gegen die Resolution durchaus begründet sind, ist von geifernden Westpolitikern im nachhinein noch bestätigt worden, als sie ungeniert einen Regi...

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