02.02.2012 / Ausland / Seite 7

Nestlé gegen ATTAC

Schweizer Konzern verteidigt während Prozeß den Einsatz von Spitzeln

Germaine Spoerri und Hans Schäppi
In der vergangenen Woche mußten sich der Nahrungsmittelmulti Nestlé und die Schweizer Sicherheitsfirma Securitas AG vor dem Bezirksgericht in Lausanne am Genfer See in einem Zivilprozeß wegen möglicher Verletzung der Persönlichkeitsrechte verantworten.

Jahrelang ließ Nestlé eine Arbeitsgruppe der globalisierungskritischen Bewegung ATTAC in der Schweiz von Securitas-Angestellten bespitzeln (siehe jW vom 24.1.2012). Im Juni 2008 hatte das Westschweizer Fernsehen dies öffentlich gemacht. Nachdem der Strafprozeß 2009 wegen Verjährung ohne Urteil abgeschlossen worden und es gelungen war, die Affäre mehr oder weniger totzuschweigen, wird die Angelegenheit nun neu aufgerollt. 2008 wurde zusätzlich zur Strafklage auch eine Zivilklage eingereicht.

Am ersten Prozeßtag wurden 14 der 18 die Zeuginnen und Zeugen einvernommen. Zwei der enttarnten Spioninnen blieben dem Prozeß fern. Anders die erste in die ATTAC-Gruppe unter falschem Namen eingeschleuste Schnüfflerin....



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