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19.01.2012 / Inland / Seite 4

Profit aus Zerstörung

Bertelsmann steigt groß ins Geschäft mit akademischer Bildung ein. Teilprivatisierung der Hochschulen hatte im Vorfeld die konzerneigene Stiftung besorgt

Ralf Wurzbacher
Die Bertelsmann AG will verstärkt in den akademischen Bildungsmarkt investieren. Deutschlands führender Medienkonzern hat gemeinsam mit einer Reihe namhafter »Geldgeber und Unternehmenspersönlichkeiten im Education-Bereich« einen Fonds aufgelegt, der sich auf die Förderung von Studien- und Weiterbildungsprogrammen spezialisiert. Der »University Ventures Fund« ist mit 100 Millionen US-Dollar Kapital ausgestattet und soll Partnerschaften mit führenden Hochschulen in Europa und den USA eingehen. Das Engagement ist nur folgerichtig: Das Gütersloher Unternehmen betätigt sich hierzulande seit vielen Jahren als mächtigster politischer Strippenzieher im Bemühen, das Bildungssystem nach neoliberalem Muster umzukrempeln.

In einer in schönstem Managerjargon verfaßten Pressemittelung vom Dienstag macht Bertelsmann keinen Hehl daraus, wohin die Reise gehen soll. Mit dem Investment sichere man sich den »frühen Einstieg in einen schnell wachsenden Markt«, der angesicht...

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