17.01.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

»Revolutionspatenschaften« für Syrien

Fragwürdige Solidarität unterstützt einseitige Meinungsmache

Joachim Guilliard
Syrische und deutsche Aktivisten haben die Initiative »Adopt a Revolution« ins Leben gerufen zur Unterstützung gewaltfreier Oppositionsgruppen in Syrien. Konkret soll über »Revolutionspatenschaften« den »lokalen Komitees«, die in vielen Orten Proteste koordinieren, mit Geld, Erfahrungsaustausch und internationaler Öffentlichkeit geholfen werden. Militärische Interventionen werden abgelehnt, statt dessen »soll eine Form der ›zivilgesellschaftlichen Intervention‹ geschaffen werden, die mit der Stärkung friedlicher politischer Aktivisten eine militärische Eskalation unwahrscheinlicher macht«.

Leider ist die von der Friedens­kooperative, von Medico international, dem Komitee für Grundrechte und Demokratie, der Bewegungsstiftung und der taz unterstützte Initiative in ihrer Stoßrichtung und Argumentation so einseitig wie die westlichen Medien. Sie macht damit alles andere als »eine militärische Eskalation unwahrscheinlicher«. Wenn es z.B. im Appe...

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