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08.07.2000 / Ausland / Seite 0

»Knüppel frei« gegen Arbeiter

Südkoreas Polizei geht massiv gegen Proteste vor. Gewerkschaft spricht von versuchtem Mord

Wolfgang Pomrehn

In Südkoreas Hauptstadt Seoul kam es am Donnerstag zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen protestierenden Arbeitern und der Polizei. Polizisten schritten ein, als streikende Arbeiter einen schwarzen Sarg, der das Ende der Regierung des Reformpräsidenten Kim Dae-jung symbolisierte, in Brand steckten. Die Arbeiter wehrten sich mit Steinen und Stöcken und konnten ihre Demonstration schließlich fortsetzen. Mehrere Protestierende erlitten Kopfverletzungen, zehn Menschen mußten in Krankenhäusern behandelt werden. Die Aktion des demokratischen Gewerkschaftsdachverbandes KCTU, an der sich 4500 Menschen beteiligten, richtete sich gegen die gewaltsame Auflösung von zwei Streiks Ende letzter Woche. Von der Regierung wurden eine Entschuldigung und ein Ende der wirtschaftlichen Umstrukturierung gefordert. »Präsident Kim Dae-jung hat sich durch Gerüchte über eine neue Krise, den Druck ausländischer Investoren, der Niederlage in den letzten Wahlen und den Angriffe...

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