Gegründet 1947 Sa. / So., 20. / 21. April 2019, Nr. 93
Die junge Welt wird von 2181 GenossInnen herausgegeben
06.01.2012 / Ausland / Seite 7

Justiz für alle

Boliviens Präsident Evo Morales vereidigt per Stimmzettel gewählte Richter

Benjamin Beutler
Der Ort für die offizielle Vereidigung der 56 Richter hätte nicht besser ausgesucht sein können. Ausgerechnet im pompösen Kolonialgebäude des Obersten Gerichtshofes wagte Boliviens Justiz diese Woche den Neuanfang. »Die Rechtsprechung ist nicht für Leute mit Geld und Einfluß, das war früher«, richtete sich Staatschef Evo Morales in seiner Rede am Dienstag an die anwesenden Juristen, viele von ihnen Frauen sowie Aymara und Quechua, die indigene Mehrheit des Andenlandes. »Was Bolivien braucht, ist eine unabhängige und transparente Rechtsprechung, auch ihre Langsamkeit und Diskriminierung muß aufhören«, so der eindrückliche Appell des ersten indigenen Präsidenten des Andenlandes. »Die Justiz des kolonialen Staates, die sich den Parteien unterordnet und als korrupt bezichtigt wird, ist vorbei«, erklärte Morales. Zum ersten Mal in der modernen Geschichte der Demokratie hatten im Oktober letzten Jahres vier Millionen wahlberechtigte Bolivianer die Möglichkeit, ...

Artikel-Länge: 4255 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €