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03.01.2012 / Ansichten / Seite 8

Der Adabei telefoniert

Springer kippt Bundespräsidenten

Arnold Schölzel
So vornehm geht es bei Bild und Co. zu: Die Springer-Blätter greifen den Bundespräsidenten nicht selbst an, sondern lassen das die Kollegen von der Frankfurter Allgemeinen und der Süddeutschen Zeitung machen. Man hat seine investigativen Leutchen, seine Dienstboten, und um die und deren Benehmen geht es in der Causa Wulff insgesamt. Wulff war beim Bild-Chefredakteur in einer Art und Weise vorstellig geworden, die den Tatbestand der Unbotmäßigkeit erfüllte. Das bekam er zwar schnell mit und entschuldigte sich, aber mit seiner untertänigen Vorsprache bei Konzernvorstand Mathias Döpfner war alles vermasselt. Gehe nie zu deinem Fürst, wenn du nicht gerufen wirst, sonst ist es Majestätsbeleidigung. Wulff hatte nicht begriffen: Er ist von unten, bleibt deswegen unten und wird immer unten bleiben, er ist ein Subalterner. Schon per Grundgesetz. Daran ändern zeitweiliger Schloßaufenthalt, Dienstwagen und regelmäßige Nahrungsaufnahme auf Kosten des Fiskus nichts, i...

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