Gegründet 1947 Donnerstag, 22. August 2019, Nr. 194
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
31.12.2011 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Wir wollen bleiben, bis sich was verändert«

Gespräch mit Jörg Aufderheide. Über das »Occupy«-Camp in Frankfurt am Main, den Druck der Straße und das Wohlwollen der Behörden

Gitta Düperthal
Jörg Aufderheide, 33 Jahre, ist seit 15. Oktober Campbewohner der »Occupy«-Bewegung in Frankfurt am Main am Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB). Er ist Erziehungswissenschaftler, arbeitet derzeit bei der Firma Zero Projekt, die Hausmeisterdienste anbietet und ihn mit Bezahlung freistellt. Unabhängig davon – wie er betont – ist er Mitglied im Kreisvorstand der Linkspartei in Offenbach.

Die spanische Bewegung der Indignados, der Empörten, hat im Mai begonnen, Protestcamps zu errichten und öffentliche Plätze zu besetzen, um gegen die soziale Schieflage in Europa zu protestieren. Ist es nicht ein Problem, den ganzen Tag aus Protest gegen den Kapitalismus in der Kälte auszuharren und nachts unterkühlt in den Schlafsack zu kriechen? War es nicht unklug, das Protestcamp gegen die Macht der Banken vor der Europäischen Zentralbank (EZB) am 15. Oktober zu beginnen?

Ja, wohl wahr, aber es hat sich halt so ergeben. Wir hatten über die Idee vorher n...

Artikel-Länge: 18884 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €