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29.12.2011 / 73 / Seite 15

»Glaube ist immer fundamentalistisch«

Über Gott und die Welt oder den Ursprung von Himmel und Hölle. Gespräch mit Andreas Kilian

Reinhard Jellen
Der Biologe und Chemiker Andreas Kilian hat am Fraunhofer Institut AIS (Autonome Intelligente Systeme) und in der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (GMD) zu soziobiologischen Themen geforscht

Was unterscheidet Wissenschaft vom Glauben?

Wissenschaft ist eine Methode, die mit Hilfe der Empirie und Logik nachvollziehbare und überprüfbare Ergebnisse ermöglicht, aus denen Erkenntnisse und Hypothesen abgeleitet werden können, die falsifizierbar sein müssen. Der religiöse Glauben ist ein Ergebnis, von dem niemand weiß, wie man dort hin gekommen ist, noch wie die Glaubensinhalte zu überprüfen sind. Religiöser Glauben ist immer fundamentalistisch.

Religionen können sich nicht aus sich selbst heraus erklären. Es sei denn, man akzeptiert die Kapitulation der Logik, den Zirkelschluß: Es ist heilig, weil es in den heiligen Büchern steht, und es steht in den heiligen Büchern, weil es doch heilig ist. Wohin sollen denn willkürliche Glaubensannahmen führ...


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