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27.12.2011 / Ausland / Seite 6

Peru: Schüsse auf Demonstranten

Polizei feuert auf Menschen, die ihre Lebensgrundlagen verteidigen. Kein Geld für Behandlung der Verletzten

Anne Grit Bernhardt
Am 29. November hatte die peruanische Polizei im Hochland von Cajamarca auf friedliche Demonstranten geschossen, die an den vom Bergbauprojekt »Minas Congas« gefährdeten Bergseen gegen die Bedrohung ihrer Lebensgrundlagen durch die geplante Goldmine protestierten (jW berichtete). Dutzende Verletzte wurden in die Krankenhäuser von Cajamarca und Celendín gebracht. Die schwersten Fälle mußten nach Lima transportiert werden, weil in Cajamarca keine Fachärzte zur Verfügung stehen.

Laut Zeugenaussagen attackierte die Polizei die Demonstranten an jenem Tag im November an drei verschiedenen Orten. Alberto Izquierdo Vargas, der wegen einer Kugel in der linken Niere ins Krankenhaus von Cajamarca eingeliefert wurde, berichtete, die Polizisten hätten ihn und andere Personen angegriffen, als sie mit ihren Familien im Protestcamp frühstückten. Auf Carlos Chavez Rodrigo wurde an einem anderen Ort zur Mittagszeit von hinten geschossen. Auch an der Laguna Perol gab es Zu...

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