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24.12.2011 / Feuilleton / Seite 13

Pioniere des Elektroorgasmus

Fest der Liebe im Kino: Wie gegen präfreudianische Hysterie der Vibrator erfunden wurde, erzählt die englische Komödie »In guten Händen«

Anja Trebbin
Der Vibrator, das heute meistverkaufte Sexspielzeug, wurde im 19. Jahrhundert als medizinisches Gerät entwickelt. Und zwar, um Frauen zu massieren, die an »Hysterie« litten. Diese »Krankheit« haben sich die Ärzte der alten Griechen ausgedacht. Eine ausgeklügelte Strategie zur Absicherung des Patriarchats: Von der Antike bis in die 1950er Jahre hinein war »Hysterie« das Etikett, das die Männer allen Verhaltensweisen von Frauen verpaßten, die ihnen rätselhaft vorkamen. So konnten sie jede querulente Frau getrost für krank erklären. In der romantischen Komödie »In guten Händen« beschäftigt sich die Regisseurin Tanya Wexler mit diesem abstrusen Kapitel der Medizingeschichte. Außerdem erzählt sie von den Anfängen der Elektrizität, der beginnenden Frauenbewegung, von weiblicher Lust und – natürlich – von der Liebe. Ziemlich viel Inhalt für das ansonsten nervtötend monothematische Genre der romantischen Komödie.

England um 1880: Mortimer Granville (...

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