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23.12.2011 / Inland / Seite 8

»Die Polizei zwang uns, gespeicherte Fotos zu löschen«

Übergriffe gegen Journalisten in Heilbronn. Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft. Ein Gespräch mit Alfred Denzinger

Gitta Düperthal
Alfred ­Denzinger ist Fotojournalist, Mitglied des Stuttgarter Bündnisses für Versammlungsfreiheit und der Deutschen Journalisten Union (dju) in ver.di. Er ist einer der Demonstrationsbeobachter, die am 8. Oktober in Heilbronn von Polizisten behindert wurden

Das Stuttgarter Bündnis für Versammlungsfreiheit hat jetzt Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Heilbronn erstattet, weil Polizisten Demonstrationsbeobachter und Pressefotografen beim dortigen Protest gegen Neonazis am 8. Oktober gehindert haben, das Geschehen zu dokumentieren. Was ist vorgefallen?

Nach der Demo, auf dem Weg zum »Sozialen Zentrum Käthe«, wo sich die Demonstranten treffen wollten, trafen wir auf eine Straßenkontrolle von Zivilbeamten, die Demonstrationsteilnehmer durchsuchten. Das wollten wir mit der Kamera aufnehmen. Die Polizisten forderten uns jedoch auf, unser Fotomaterial komplett zu löschen. Wir wiesen darauf hin, daß wir Journalisten sind und der Aufforderung nicht nachkommen...

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