20.12.2011 / Inland / Seite 4

Schulreförmle im Ländle

Landesregierung in Baden-Württemberg bringt Gesetz für längeres gemeinsames Lernen auf den Weg. Gewerkschaft warnt vor Selbstausbeutung der Lehrkräfte

Ralf Wurzbacher
Das strukturkonservative Baden-Württemberg steht vor einer kleinen Kulturrevolution. Im kommenden Jahr nach den Sommerferien sollen die ersten Gemeinschaftsschulen im Ländle an den Start gehen und das tradierte Schulsystem kräftig aufmischen. Statt Frontalunterricht gibt es dann Lerngruppen, Noten fallen zum Teil weg, und jeder wird individuell gefördert. Dies und noch vieles mehr versprechen die Regierenden von Grünen und SPD, die am vergangenen Dienstag einen Entwurf zur dafür nötigen Änderung des Schulgesetzes auf den Weg gebracht haben. Während das Vorhaben bei der Opposition auf blankes Entsetzen stößt, ist man bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nur mit Abstrichen zufrieden.

Los gehen soll es zunächst mit rund 30 Schulen, die freiwillig auf das neue System umstellen dürfen. Die möglichen Kandidaten werden in den kommenden Tagen verkündet. Den erforderlichen Antrag können sie jedoch voraussichtlich erst im April stellen, wenn das G...

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