17.12.2011 / Feuilleton / Seite 12

Schreiben Sie das ruhig einmal

Nachruf. Anfang November ist der proletarisch-revolutionäre Schriftsteller Heinrich Droege gestorben

Wolf-Dieter Krämer
Im Fischer-Taschenbuch »Als wärst du kein Mensch« (1985) läuft einer »mit dem Grundgesetz unterm Arm herum« und läßt sich Artikel eins erklären: »Aha – ich weiß, was du meinst. Wenn die Würde des Menschen unantastbar ist, dann kann mer geradezu mache mit dem Menschen, was mer will, sei Würde is unantastbar.« – »Genau, mer kann em in de Arsch trete, en ausbeute, en bespucke, körperlich quäle oder geistig und seelisch fertigmache, sei Würde wird dadurch net angetast, weil se unantastbar is.« Verfaßt hat diesen (nachgerade platonischen) Dialog Heinrich Droege, der am 2. November nach langer Krankheit im Alter von 78 Jahren in seiner Geburtsstadt Frankfurt am Main starb. Nirgends ist bisher ein Nachruf auf den Gewerkschafter, Schriftsteller und Verleger erschienen.

Droege war gelernter Werkzeugmacher. Nach einem Arbeitsunfall ging er zur Post, wurde Fernmeldetechniker und Gewerkschafter. Beim »Elf-Prozent- Streik« der Deutschen Bundespost 1974 br...

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