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14.12.2011 / Inland / Seite 5

Rohe Bürgerlichkeit

Studie zu »Deutschen Zuständen« offenbart zunehmende Diskriminierung von Fremden und sozial Benachteiligten. Mentalität von Besserverdienenden spaltet

Ralf Wurzbacher
Eine Studie zur rechten Zeit. Während sich täglich deutlicher herausstellt, wie Neonazis über Jahre unbehelligt von Fahndern und Justiz ihre verächtliche Gesinnung exerzieren konnten, hat jetzt die Wissenschaft eine dazu passende Erkenntnis geliefert: Die Diskriminierung von Minderheiten in Deutschland nimmt wieder zu. Fremdenfeindlichkeit, Rechtspopulismus, Rassismus sowie die Abwertung von Arbeitslosen und Behinderten haben sich in jüngeren Jahren deutlich verstärkt. So lauten zentrale Ergebnisse der Langzeituntersuchung »Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit«, die ein Autorenteam um den Bielefelder Sozialforscher Wilhelm Heitmeyer am Montag in Berlin vorgestellt hat.

Die im zehnten und vorerst letzten Band über »Deutsche Zustände« zusammengetragenen Befunde spiegeln eine bedrückende Entwicklung wider. Die Autoren erkennen eine wachsende Spaltung einer durch permanente Krisen verunsicherten Gesellschaft. »Entsicherung, Richtungslosigkeit und Instabilit...

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