Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
Gegründet 1947 Mittwoch, 22. Mai 2019, Nr. 117
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10.12.2011 / Feuilleton / Seite 13

Kalkulierter Tabubruch

Kein Raum für Kollegah

Ralf Fischer
Kollegah ist mit dem »Zuhälterrap« seines Albums »Bossaura« unterwegs, das vor einigen Wochen kurz in den deutschen Charts war. Am Mittwoch will der selbsternannte »Boß der Bosse« in Bremen auftreten, zwei Tage später in Bielefeld. Weil seine Sprechgesänge homophob und sexistisch sind, gibt es Proteste. In Bremen fordern DGB-Jugend, Landesgleichstellungsstelle und ein Mädchenkulturhaus die Betreiber des Klubs Modernes zur Absage der »zutiefst menschenverachtenden« Veranstaltung auf. In Bielefeld wird das JZ Kamp zur Absage gedrängt, und zwar von der Autonomen Antifa und den Asten (Allgemeine Studierendenausschüsse) der Uni und FH.

Vorgeworfen werden Kollegah, der bürgerlich Felix An­toine Blume heißt, Zeilen wie: »Ey, du Schwuchtel, wachst nachts auf mit steifem Schwanz, nach einem Traum von einem Mann. Es ist der homophobe King im Biz, der Modedrogen an Gesindel tickt.«

Beide Veranstalter lehnen Absagen kategoris...



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