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09.12.2011 / Feminismus / Seite 15

Gebären gegen Geld

In Indien wächst das Geschäft mit Leihmutterschaften für westliche Paare. Gerade Alleinerziehende finanzieren mit Honoraren häufig Schulbesuch der eigenen Kinder

Thomas Berger
Es gibt gerade in Indien viele nicht unbedingt alltägliche Wege, das eigene Überleben zu sichern. Für eine Weile sozusagen den eigenen Bauch zu vermieten, ist seit mehreren Jahren für eine steigende Zahl von Frauen eine Einkommensquelle. Seit den ersten vorsichtigen Anfängen zur Jahrtausendwende hat sich hier inzwischen eine regelrechte Industrie entwickelt.

Umgerechnet etwa 7000 US-Dollar erhält eine indische Leihmutter dafür, daß sie das Kind eines fremden Paares austrägt. Das ist für indische Verhältnisse eine Menge Geld, entspricht nicht selten dem Zehnfachen dessen, was die Frauen in einem Jahr verdienen können. Ein Betrag, der ihnen hilft, ihre Familie zu ernähren und den eigenen Kindern eine ordentliche Bildung zu ermöglichen. Häufig stellen sich gerade alleinstehende Frauen zur Verfügung. So ist das Honorar für das Austragen eines fremden Kindes für Hasu Matu, eine von der BBC befragte 29jährige Witwe, die Grundlage, ihren kleinen Sohn zur Schule...

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