Der Schwarze Kanal
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08.12.2011 / Ausland / Seite 8

»Ständig politischer Gewalt ausgesetzt«

Solidaritätsfahrten nach Mitrovica: Serben im Kosovo fühlen sich von Regierung in Belgrad im Stich gelassen. Ein Gespräch mit Benjamin Schett

Rüdiger Göbel
Benjamin Schett studiert in Wien Osteuropäische Geschichte und beteiligt sich an Solidaritätsaktionen für die Serben im Kosovo

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am vergangenen Freitag mit Blick auf die Auseinandersetzungen im Kosovo konstatiert, Serbien sei nicht reif für EU-Beitrittsverhandlungen. Das Land werde den Anforderungen des Prozesses »nicht gerecht«. Sie sehe bei Serbien keinen Kandidatenstatus. Wie ist die Nachricht bei der serbischen Bevölkerung angekommen?

Diejenigen, die ihr Vertrauen in die Heilsamkeit eines EU-Beitritts bereits verloren haben oder ein solches noch nie hatten, dürften dies vor allem als einen weiteren Beweis dafür ansehen, daß von den NATO-Staaten nichts anderes als Erpressung zu erwarten ist – und dies nicht erst seit heute. Das geht so seit 20 Jahren. Jene, die nach wie vor auf einen EU-Beitritt hoffen, werden ihren Ohren nicht getraut haben: Seit dem Sturz des jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic vor elf ...

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